Nie war Brahms romantischer als in seinem dritten Klavierquartett: Die aufgewühlten Klänge dieses Werther-Romans in Tönen könnte keiner mitreißender gestalten als Marc Bouchkov, der Essener Geigenprofessor und gefeierte Violinvirtuose. Seine russischen Wurzeln finden bei Rachmaninow und Arensky leidenschaftlichen Widerhall. Die elegischen Töne, die der Moskauer Musikstudent und sein Tonsatzprofessor auf den Tod Tschaikowskys ersannen, wirken noch heute erschütternd bis ins Mark.
Marc Bouchkov, Violine
Stipendiatinnen und Stipendiaten der Villa Musica Rheinland-Pfalz
Sergei Rachmaninow: Trio élégiaque Nr. 1 g-Moll
Anton Arensky: Quartett a-Moll, op. 35
Johannes Brahms: Klavierquartett c-Moll, op. 60
Foto: Marc Bouchkov © Nikolai Lund