EINE NACHT IN VENEDIG
Operette von Johann Strauss
KARNEVAL IN VENEDIG Es herrschen heitere Ausgelassenheit und lockere Sitten!
Köstliche Speisen werden serviert und herrliche Kleider hängen bereit für das Maskenfest. In Gondeln oder mit Fischerbooten stürzt sich eine feierlustige Gesellschaft ins Vergnügen. Die Lagunenstadt mit ihrem morbiden Charme und all den verwinkelten Kanälen und Gassen, den imposanten Brücken und Palästen spielt eine Hauptrolle in dieser Verwechslungskomödie von Johann Strauss.
Makkaroni-Koch Pappacoda preist gleich in seinem Auftrittslied Rialtobrücke und Markusplatz und all die weltberühmten
touristischen Sehenswürdigkeiten der Serenissima.
GONDELFAHRT MIT FOLGEN Für das
nächtliche Karnevalsfest hat sich der
Herzog von Urbino angekündigt, dem
sein Ruf als Schürzenjäger derart
vorauseilt, dass Senator Delaqua seine
Gattin Barbara nach Murano schicken
lässt und seine Köchin Ciboletta als
Ehefrau ausgibt. Dieser Plan geht
allerdings gleich mehrfach schief:
Denn Barbara hat die Kleider mit ihrer
Milchfrau Annina getauscht, um sich
selbst in den Karnevalstrubel zu stürzen,
und der Barbier Caramello plant, die
Senatorengattin nicht nach Murano,
sondern direkt zum Herzogspalast zu
fahren: „Komm in die Gondel, mein
Liebchen, so steige doch ein!“
SEITENSPRUNG Weil seine eigene
Ehefrau eine Affäre mit dem Direktor
des Theaters an der Wien hatte,
wurde diese Johann Strauss-Operette
ausnahmsweise nicht an seinem
Stammhaus, sondern 1883 in Berlin
uraufgeführt. Strauss schrieb zu dem
amourösen Verwirrspiel eine leichtfüßige,
champagnertrunkene Musik
aus Walzern, Serenaden und Chören
mit vielen bekannten Hits wie „Sei mir
gegrüßt, du holdes Venezia“, „Die Tauben
von San Marco“, „Ach, wie so herrlich
zu schau’n“ oder „Alle maskiert“.
Dauer ca. 2 Stunden 15 Minuten