ASCHENPUTTEL
Schauspiel für Kinder nach dem Märchen der Brüder Grimm
WENN WUNDER WAHR WERDEN Aschenputtel lebt bei ihrer Stiefmutter und ihren zwei unausstehlichen Stiefschwestern. Alle schmutzigen und schweren Hausarbeiten muss sie alleine verrichten. Als der König zu einem Fest lädt, bei dem sich der Prinz nach einer Braut umsehen will, putzen sich die Stiefschwestern prompt heraus und
träumen schon von ihrem künftigen Dasein als Prinzessin. Auch Aschenputtel bettelt darum, mit auf das Fest gehen zu dürfen.
Doch stattdessen schüttelt die Stiefmutter eine Schüssel Linsen in die Asche, die sie auslesen soll. Da hilft nur noch ein Wunder.
Und tatsächlich schafft es Aschenputtel auf das Fest und entzückt mit ihrer Schönheit nicht nur die Gäste, sondern auch den Prinzen…
PUTTELN Das Wort „putteln“ leitet
sich von „buddeln“ ab, was so viel
wie „wühlen“ oder „graben“ bedeutet.
Ein Aschenputtel ist somit jemand,
der in der Asche wühlt bzw. arbeitet
und damit die niedrige Hausarbeit
am Herd verrichtet und nicht groß
beachtet wird. Somit ist Aschenputtels
sozialer Stand und damit der ganze
Konflikt des Märchens bereits in ihrem
„sprechenden Namen“ umschrieben.
Das Märchen des Aschenputtels, das
auch unter dem Titel Aschenbrödel oder
Cinderella bekannt ist, gehört zu den
bekanntesten im europäischen Raum
und hat selbst Walt Disney zu seinem
populären Zeichentrickfilm inspiriert.
GRIMMS MÄRCHEN Mit dem Begriff
„Grimms Märchen“ sind Werk und
die beiden Autoren Jacob Grimm
(1785-1863) und Wilhelm Grimm
(1786-1859) zu einer untrennbaren
Einheit verschmolzen. Generationen
von Kindern haben mit ihren
Geschichten nicht nur ihre erste
Begegnung mit Literatur gehabt,
sondern auch ihren Erfahrungshorizont
unermesslich erweitert. Gerade die
Auseinandersetzung mit dem Bösen,
eine auferlegte Prüfung und der
Sieg des Guten sind dabei immer
wiederkehrende Muster, die ein erstes
wertvolles Weltverständnis vermitteln.